Wieso Flirten Vergebene Manner

Frauen dagegen gehen mit einer solchen Situation anders um. Zwar schauen auch sie nicht weg, wenn ihnen ein attraktiver Mann ohne Partnerin im Schlepptau begegnet. Doch sie nehmen den Flirt eher zum Anlass, im Anschluss ganz besonders an ihrer bereits bestehenden Beziehung zu arbeiten. Männer, Frauen und ihre Strategien Diese verschiedenen Mechanismen führen die Psychologen um John E.

Lydon von der Universität von Montreal auf die unterschiedliche Einstellung der Geschlechter zum Flirt zurück: Dieses Fazit zogen die Wissenschaftler aus sieben Experimenten unter heterosexuellen Frauen und Männern. In einem davon lernten 71 Männer eine attraktive Frau kennen. Kayt Sukel etwa bemerkt in Schmutzige Gedanken , dass sich Attraktion aus sehr vielen Komponenten zusammensetzt. Flirten ist eine Möglichkeit, seine Vorzüge zu präsentieren und sich damit bei einem potenziellen Partner anzupreisen.

Evolutionswissenschaftler glauben, dass Flirten ein Erbe aus Urzeiten ist. Uns kommt es wie ein amüsantes Erotikspiel vor, aus biologischer Sicht geht es aber mal wieder nur um das Eine: Drum entwickelte sich das Flirten als spielerischer Partnercheck sozusagen. Frauen testeten etwaige Kandidaten auf ihre Tauglichkeit, ohne gleich ihre Absichten zu verraten. Denn das hätte den Mann dazu animieren können, ihnen etwas vorzugaukeln.

Die Männer wiederum hoben durch Balzen ihre Vorzüge hervor. In der Neuzeit ist Flirten aber mehr als biologisches Vorspiel — denn es gehört zum Liebesgeplänkel einfach dazu. Und kann richtig gute Laune machen. Bestimmt kennen Sie das berauschende Gefühl nach einem zufälligen Flirt mit einem Unbekannten oder das Prickeln, wenn Ihnen jemand mit Blicken oder Worten vermittelt hat, dass er Sie attraktiv findet.

So ermittelte auch eine britische Studie, dass Teile des Gehirns, die für Glücksgefühle zuständig sind, aktiviert werden, wenn wir mit einem Fremden Blickkontakt aufnehmen. Allerdings nur dann, wenn wir diesen attraktiv finden. Flirtest Du noch oder betrügst Du schon? Flirten ist eine schöne Sache. Aber darf man es auch tun, wenn man Freund oder Freundin hat oder in einer festen Langzeitbeziehung ist? Eine kanadische Untersuchung kommt zum Ergebnis: Frauen dürfen, Männer nicht.

Die Forscher untersuchten in sieben Studien mit über Personen, wie sich ein harmloser Flirt auf die Beziehung auswirkt. So haben sie zumindest die Gewissheit auch beim Scheitern der Beziehung zurechtkommen zu können. Da beim Flirten auch immer ein gewisser Nervenkitzel mitspielt und damit Glückshormone freigesetzt werden können, macht es auch gute Laune. Beim Flirten verspürt man ein schönes Gefühl, das sogar dabei helfen kann über vergangene gescheiterte Beziehungen hinwegzukommen und wieder Mut für einen Neuanfang zu schöpfen.

Flirten ist okay — solange es den Partner nicht kränkt. Ob Fremdflirten gleich Untreue ist, entscheidet jeder Mensch individuell. Was sich für Sie noch in Grenzen hält, könnte Ihr Partner bereits als gefährlich erachten. Fotolia Flirten ist eine schöne Sache.


Warum wir trotz Beziehung fremdflirten und wo wir es tun